Bundesregierung will Insekten besser schützen

Karsten Möring berichtet aus Berlin

Das Bundesumweltministerium hat ein Aktionsprogramm zum Insektenschutz vorgestellt. Ziel des Programms, das u.a. 100 Millionen Euro pro Jahr für die Förderung von Insektenschutz vorsieht, ist die Verbesserung der Lebensbedingungen für Insekten. Damit soll eine Trendumkehr beim Rückgang der Insekten und ihrer Artenvielfalt erreicht werden. Insekten bilden die Grundlage eines komplexen Nahrungsnetzes und dienen Spinnen, Vögeln, Reptilien, Amphibien und Säugetieren als Nahrungsquelle. Im Boden befördern sie den Nährstoffkreislauf sowie die Humusbildung, im Wasser lebende Insektenlarven tragen zur Selbstreinigung von Gewässern bei. Für Obst und Weinbau sind die Leistungen der blütenbestäubenden Insekten von zentraler Bedeutung. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, wird es möglich sein, das Insektensterben aufzuhalten. Deshalb braucht das Programm unbedingt Unterstützung auf Länder- und kommunaler Ebene. „Ich unterstütze auch in Köln alle Aktivitäten, die den Lebensraum der Bienen – stellvertretend für alle blütenbesuchenden Fluginsekten – sichern“, sagt MdB Karsten Möring, Mitglied im Umweltausschuss. So wollen Bürgervereine an mehreren Standorten Wildblumenwiesen anlegen. Diese sollen mit ihren Blumen nicht nur den Betrachter erfreuen, sondern vor allem als Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Käfer dienen.

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